Arbeitslose sind nicht allein

Erwerbslosenberatungsstelle bietet Hilfe

Verantwortliche ziehen positive Bilanz

Höxter(WB). Die Erwerbslosenberatung der Volkshochschule Höxter ergänzt seit drei Jahren das Angebot des Jobcenters sowie der Agentur für Arbeit. Etwa 20 Bürger in der Woche, darunter Berufsrückkehrer, Langzeitarbeitslose und Ausländer würden laut den Verantwortlichen die Hilfe in Anspruch nehmen.

Machen sich gemeinsam stark gegen die Arbeitslosigkeit: (von links) Tanja Hartmann, Danuta Küppers, Martin Schoppmeier, Ulrich Wille, Rainer Schwiete, Johannes Wöstefeld, Thomas Heine sowie Ulrich Fraune.

Artikel im Westfalen-Blatt vom 13. Februar 2014 von Michaela Weiße,
Foto: Michaela Weiße

 

Geleitet wird die Beratungsstelle von Ulrich Wille und Danuta Küppers. »Wir unterstützen bei Fragen rund um Bewerbungsaktivitäten, zeigen Möglichkeiten auf und entwickeln gemeinsam Perspektiven«, erklärt Wille. Hilfe werde auch bei Antragstellungen und bei Fragen zu der Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen geleistet. »Wir beschäftigen uns aber auch mit den menschlichen Schicksalen, die dahinter stecken«, ergänzt Küppers. Die Bürger würden sich meist durch ihren Beruf definieren. Der Verlust der Arbeit bringe oftmals ein gemindertes Selbstvertrauen oder aber auch Probleme in der Partnerschaft mit sich. Da setzen die Berater auf Netzwerkarbeit. Sie stehen im engen Kontakt mit Anwälten, Schuldnerberatern, Therapeuten und Ärzten.

Seit fast zwei Jahren ist der Erwerbslosenberatungsstelle das Arbeitslosenzentrum angegliedert. Dort stehe weniger die fachliche Beratung, sondern vielmehr die menschlichen Begegnungen im Mittelpunkt. Menschen haben dort die Möglichekeit sich regelmäßig zu treffen, um durch die Arbeitslosigkeit nicht in die soziale Vereinsamung zu geraten. »Die Besucher können auch an Workshops teilnehmen und neue EDV-Techniken erlernen«, berichtet Thomas Heine, der mit Georgina Lloyd das Arbeitslosenzentrum leitet.

Finanziert wird die Beratungsstelle aus den Mitteln des Landes NRW und dem Europäischen Sozialfonds. Die Förderung sei derzeit noch bis Ende des Jahres abgesichert. Die Verantwortlichen seien aber zuversichtlich, dass es auch über diese Zeit hinaus weiter gehen könnte. Geöffnet hat die kostenlose Beratungsstelle dienstags bis freitags von 9 bis 15 Uhr sowie im Warburger Rathaus montags von 9 bis 15 Uhr. Das Angebot des Arbeitslosenzentrums kann bei Verantwortlichen der Beratungsstelle erfragt werden.

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