Garnisonsstadt Höxter

Exkursion

Ergänzend zu dem Vortrag (Z1102) bietet die VHS eine Stadtführung an, um die beschriebenen Orte und Gebäude zu zeigen. Treffpunkt ist BEI der VHS am Möllinger Platz.

Während viele andere westfälische Garnisonstädte ihre zivil-militärischen Beziehungen erforscht haben, blieb dieser Teilaspekt städtischer Historiografie für die Kreisstadt Höxter bisher unbearbeitet. Dabei kann Höxter auf eine mehr als 150-jährige Garnisonsgeschichte zurückblicken. Der Höxteraner Autor Ernst Würzburger hat sich des Themas angenommen und dazu eine umfassende Studie erarbeitet. Die Ergebnisse dieser Arbeit stellt er in seinem Vortrag mit Präsentation zahlreicher Dokumente und historischer Abbildungen vor.
Obwohl Höxter auf eine lange und zumeist leidvolle Einquartierungsgeschichte zurückblicken kann, wurde die Kreisstadt erst 1860 mit der dauerhaften Einquartierung eines Infanteriebataillons Garnisonstadt. Da Höxter im Gegensatz zu anderen westfälischen Garnisonen über keine als Kasernen nutzbare Gebäude verfügte, mussten die Soldaten in Bürgerquartieren und zunehmend in einigen Massenunterkünften in Privathäusern untergebracht werden. Die damit verbundenen Probleme führten 1877 zum Verlust der Garnison. Um wieder Garnisonstadt zu werden, errichtete die Stadt ab 1881 auf eigene Kosten insgesamt fünf „Einquartierungshäuser“, die dann an das Militär vermietet wurden.
Nach dem Ersten Weltkrieg verfügte Höxter über keine Garnison mehr. Im Zuge der massiven Aufrüstung nach Hitlers Machtantritt wurde Höxter Standort eines Pionierbataillons, das 1936 in eine neu errichtete Kaserne an der Brenkhäuser Straße einziehen konnte. Nach der Demilitarisierung Deutschlands nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs wurde die Kaserne, in der zunächst ehemalige Zwangsarbeiter untergebracht wurden, mit der Gründung der Bundeswehr 1956 wieder Pionierstandort. Seit 1993 ist Höxter Standort eines ABC-Abwehr-Bataillons, das 2018 sein 25jähriges Bestehen feiern kann.
Wie der Titel bereits erkennen lässt, geht es nicht um die Militärgeschichte der in Höxter untergebrachten Truppen, sondern um die zivil-militärischen Beziehungen in einer ehemals preußischen Kreisstadt. Diese fanden zum einen auf der administrativen Ebene zwischen städtischen Gremien und Militär und zum anderen zwischen Bürgern und Soldaten statt. Das Beziehungsgeflecht zwischen Bürgern und Soldaten war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts durch ein langfristiges Zusammenleben auf engstem Raum geprägt, das durch den Begriff „Einquartierungslast“ gut skizziert wird.
Um ein möglichst anschauliches Bild der Garnisonstadt Höxter zu erzielen, wurde die Darstellung durch möglichst viele Informationen über die beteiligten Personen, die von Einquartierungen betroffenen Bürgerquartiere oder die zumeist nicht mehr vorhandenen Garnisoneinrichtungen ergänzt.
Eine Anmeldung ist erwünscht.

Am 17.04.2018 bietet der Autor dazu auch eine Lesung an.

Nummer: Z1104
Kursleitung: Ernst Würzburger
Anmeldeschluss: 20.04.2018
Termin: Fr, 20.04.2018, 16:00 - 17:30 Uhr
Gebühr: 0,00 €
Ermäßigtes Entgelt: 0,00 €
Veranstaltungsort: Möllingerstraße 9, 37671 Höxter
[Raum außer Haus im Gebäude Haus der VHS]
(Karte einblenden)
Unterrichtseinheiten: 2,00
Mindestteilnehmerzahl: 10

Termin/e

Tag Datum Beginn Ende Veranstaltungsort
Fr 20.04.2018 16:00 Uhr 17:30 Uhr Möllingerstraße 9,
37671 Höxter,
Raum außer Haus im Gebäude Haus der VHS

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