Volkshochschule Höxter - Marienmünster

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Natur am Bielenberg erleben

Projekt geht weiter: VHS unterstützt Pflegearbeiten an Bergstraße

Artikel im Westfalen-Blatt vom 22.11.2017 von Michael Robrecht

Der Südhang des Bielenberges in Höxter soll für alle Spaziergänger und Naturfreunde attraktiver gestaltet werden. Das Bielenberg-Projekt der Landschaftsstation macht weitere Fortschritte.

Die Projektgruppe am Bielenberg bei der Arbeit (von links): Kai Fogheri, Philipp Dennhardt, Christian Schröer (Projektleitung), Werner Heinemeier, Helmut Bätge, Gerd Dohmen, Ulrich Fraune (VHS), Willi Reinus und Armin Pest. Foto: M.Robrecht

 

Da Grünland, Felder und Gärten an der Bergstraße schon seit Jahrzehnten nicht mehr genutzt werden, wachsen sie zu. Dr. Burkhard Beinlich (Leiter der Landschaftsstation im Kreis Höxter) hat schon vor einigen Jahren mit Rodungen und Pflegearbeiten begonnen, um die Naturschätze am Berghang, der einst sogar zu den Corveyer Weinbergen gehörte, zu erschließen. Ziel sei es, von der Lütmarser Straße bis zur Bebauung am Höxteraner Schulzentrum eine Naturerlebnisfläche am Sonnenhang zu schaffen, sagt Dr. Beinlich. Er freut sich, dass die renommierte NRW-Stiftung unter anderem größere Grundstücke der Familien Ummen, Robrecht und Meise erwerben und zur Nutzung übernehmen konnte. Eine weitere größere Nachbarfläche hofft die Stiftung in den nächsten Jahren dem Projekt hinzufügen zu können.

In diesem Herbst hat es erneut über Wochen Pflegearbeiten am Bielenberg gegeben. Es wurde aufgeräumt, dichtes Gebüsch und Gestrüpp ist nun entfernt, Bäume wurden entnommen und eine eingewachsene Hütte repariert. Die Volkshochschule Höxter-Marienmünster unterstützt in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter und der Landschaftsstation im Kreis Höxter das Projektziel: Weitere artenreiche Lebensräume sollen auf Flächen der NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege und des Naturkundlichen Vereins Egge-Weser entstehen.

Neun fleißige Männer arbeiten zurzeit unter Leitung von Landschaftsplaner Christian Schröer daran, das Naherholungsgebiet, das von vielen Menschen gerne zu Spaziergängen genutzt wird, mitsamt seiner typischen Pflanzen- und Tierwelt zu entwickeln.

Im ersten Projektabschnitt wurden vorrangig Entbuschungs- und Pflegearbeiten durchgeführt, ein vielfältiger Waldsaum wird durch die Rücknahme der Gehölze entwickelt. Dadurch werden vor allem in den Herbst- und Wintermonaten Pflegefeuer am Bielenberg nötig sein. So werden die einzelnen Grünlandflächen entlang der Bergstraße miteinander verbunden. Später dann würden Trockenmauern, Terrassen und Lesesteinhaufen angelegt und Nisthilfen für Vögel und Wildbienen sowie Sommerquartiere für Fledermäuse geschaffen werden, so die Experten. So werden Existenzgrundlagen für seltene Pflanzen und Tiere entwickelt, wie die unter Schutz stehende Zauneidechse, deren Lebensraum am Bielenberg deutlich erweitert werden soll. Ein Florenpfad ist in Planung, der vor allem für die Insektenwelt von Bedeutung ist. Die angrenzenden Schulen sollen das Gelände zukünftig für den Schulunterricht nutzen können.

Die neun Teilnehmer gehören zu einer Eingliederungsmaßnahme des Jobcenters (Arbeitsgelegenheit – AGH) und verrichten in diesem Rahmen zusätzliche, im öffentlichen Interesse liegende und wettbewerbsneutrale Arbeiten. AGH dienen als mittelfristige Brücke zum allgemeinen Arbeitsmarkt, das heißt es erfolgt eine Teilhabe am Arbeitsleben mit dem Ziel der Integration in den Arbeitsmarkt. Die Teilnehmer erhalten vom Jobcenter eine Mehraufwandsentschädigung als Zuschuss zum Arbeitslosengeld II.

Aber nicht nur den Einwohnern von Höxter kommen die Arbeiten zugute, sondern auch einer artenreichen Pflanzen- und Insektenwelt. Als mittelfristiges Ziel ist auch angedacht, im Rahmen eines Erlebnispfades Natur sichtbar zu machen.

Vielleicht grast ja bald eine Ziegenherde auf dem Gelände, auf dem Wacholder und viele sehr seltene Orchideen gedeihen.

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