Volkshochschule Höxter - Marienmünster

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Volkshochschulen eröffnen differenzierte Zugänge zur digitalen Welt – auch in Höxter

14. Deutscher Volkshochschultag unterstreicht zentrale Rolle der Weiterbildung für die Bewältigung des digitalen Wandels

Der digitale Wandel darf keine Sache weniger Eingeweihter sein. „Digitale Teilhabe für alle“ lautete deshalb das Motto des 14. Deutschen Volkshochschultages. Die bundesweit rund 900 Volkshochschulen wollen digitales Know-how verbreiten und möglichst vielen Menschen zugänglich machen. Der europaweit größte Weiterbildungskongress mit rund 1500 Gästen aus 40 Nationen war der Bestandsaufnahme und dem dynamischen voneinander Lernen gewidmet.

Bundespräsident Joachim Gauck eröffnete den Kongress und verwies auf die besondere Aufgabe der Volkshochschulen, Medienkompetenz zu vermitteln: „Wir alle müssen lernen, im Strom der digitalen Informationen den Überblick zu behalten. Wir müssen zu mündigen Nutzen der digitalen Welt werden.“

Foto: Die ehemalige Bundestagspräsidentin und Ehrenpräsidentin des Deutschen Volkshochschulverbandes Prof. Rita Süssmuth und VHS-Leiter Rainer Schwiete 

Eine Reihe von Experten beleuchteten dazu die vielfältigen Facetten der Digitalisierung in Foren und Fachvorträgen. Dabei zeigte sich auch: Fachleute sitzen nicht allein in Universitäten, wissenschaftlichen Instituten und führenden Wirtschaftsunternehmen. Auch die Volkshochschulen und ihre Verbände auf Landes- und Bundesebene haben bereits Expertise vorzuweisen, die es weiter auszubauen gilt. So waren es auch bereits in den 1990er Jahren vor allem die örtlichen Volkshochschulen, die den Bürgern die PC-Kenntnisse näher gebracht haben bzw. es bis heute ermöglichen.

Die Volkshochschule Höxter-Marienmünster war mit Ihrem Leiter Rainer Schwiete auch vertreten, um die neuesten Entwicklungen aufzunehmen und bereits im nächsten Programm umzusetzen. Die Volkshochschulen setzen insbesondere auf Blended Learning, auf eine optimale Kombination aus bewährtem Lernen im persönlichen Kontakt und dem Einsatz digitaler Instrumente und Formate. So ermöglicht das Lernportal „Ich will Deutsch lernen“ sowie die SprachApp „Einstieg Deutsch“ insbesondere in der Sprachförderung von Geflüchteten neue Möglichkeiten des online Lernens, die in Höxter gerade modellhaft über das ESIF-Projekt umgesetzt werden, siehe www.vhs-hoexter.de oder www.esif.de. .

Die Digitalisierung hat weltweit bereits zu Veränderungen geführt, ist auch nicht mehr wegzudenken und wird das Leben sowie die Arbeit aber auch das Lernen zukünftig massiv beeinflussen. Dabei geht es nicht nur um den technologischen Fortschritt sondern auch um den kulturellen, politischen und sozialen Wandel. Dem kann sich niemand entziehen. Aber man kann sich vorbereiten und versuchen, den Wandel mitzugestalten.

Experten rechnen damit, dass bis zum Jahr 2020 der Anteil der Weltbevölkerung mit Zugang zum Internet von heute 54 Prozent auf 99 Prozent steigen wird. Doch der technische Zugang allein ist längst nicht alles. Es geht darum, Wissen weltweit zu teilen: „Bei uns gibt es Menschen, die an sehr entlegenen Orten leben und vollständig von der Gnade der Natur abhängen. Hier habe ich viele Anregungen erhalten, wie wir solchen Menschen auch über weite Distanzen mithilfe der verfügbaren Medien Kenntnisse vermitteln können, die ihr Leben verbessern“, so der laotischer Vizeminister für Bildung, Lytou Bouapao. Dr. Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung führte ein Beispiel aus den USA an, wo mit Hilfe von Online-Formaten Vorlesungen einer Elite-Universität für die breite Bevölkerung geöffnet wurden.

„Volkshochschulen sind ideal, um Menschen durch die unübersichtliche Welt der digitalen Möglichketen zu navigieren“, befand Dr. Michael Ludwig, Vorstandsvorsitzender des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen. Er prägte auf dem Volkshochschultag 2016 die Idee einer länderübergreifenden Wissenscloud für den deutschsprachigen Raum. Dass Chancengerechtigkeit in der digitalen Welt auch vom weiteren Ausbau der technischen Infrastruktur abhängt, stellte Uwe Lübking vom Städte- und Gemeindebund heraus. „Die Volkshochschulen jedenfalls sind bereit und hoch motiviert, sich dem digitalen Wandel zu stellen,“ war einhelliger Tenor des Kongresses.

 

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